Bereits zum fünften Mal findet der Selfpublishing-Day (SP-Day) nun statt – die Städte wechseln. War ich letztes Jahr noch in Hamburg live vor Ort mit dabei, treffen sich die Selfpublisher dieses Jahr am Samstag, 26. Mai, in Düsseldorf. Karten und viel Informaterial gibt es hier.

Tatsächlich ist das eine konkurrenzlose Veranstaltung: Der Selfpublishing-Day ist der einzige Konvent für selbst publizierende Belletristik- und Sachbuchautoren Deutschlands. Klar: Es begann eher klein – und professionalisiert sich von Jahr zu Jahr mehr. Trotzdem dürfte auch 2018 noch gelten, was ein Gast letztes Jahr über die Veranstaltung schrieb: „Der Selfpublishing-Day ist wichtig für die gesamte Szene, weil es keine Alterativ-Veranstaltung gibt. Das ist sehr auf dem Punkt, und das findet man sonst nirgends. Das ist auch irgendwie Klassentreffen.“

Der Selfpublishing-Day 2017 in Hamburg

Ich war letztes Jahr erstmals mit dabei. Und schwer erstaunt über die Vielfalt der teilnehmenden, ausstellenden, referierenden und diskutierenden Menschen, Verbände, Verlage und Dienstleister. Da standen der Verband Freier Lektorinnen und Lektoren (VFLL) neben Selfpublishing-Dienstleistern wie bookrix, BoD bot am Vortag eine Führung durch seine Produktionsräume, Talent-Scouts suchten während der Veranstaltung ebenso nach neuen Autorinnen und Autoren wie Literaturagenturen Selfpublishing gern in ihr Portfolio nehmen wollten – das wird dieses Jahr ähnlich sein. Auf der SP-Bühne steckte Tina Lurz (lovelybooks) mühelos alle Anwesenden mit ihrer Begeisterung an, da stellte Matthias Matting seine sympathische Fähigkeit zu Humor und Selbstironie unter Beweis, SP-Bestseller-Autor Béla Bolten und sein Lektor Michael Lohmann plauderten fast schon Intimes über ihr ehe-ähnliches Arbeits-Verhältnis aus. Und hätte ich eine Schauspiel-Agentur, hätte ich Ruprecht Frieling nach diesem Tag ein sehr ernst gemeintes Rollenangebot als augenzwinkernd-genial-frecher (Fernseh-)Moderator gemacht. Ich lernte die wunderbare Alexandra Brosowski kennen, die mir als Luise von der Pelzwiese schon lang vorher aufgefallen war – die Frau, die unter anderem auch Journalistin und Schreibtrainerin ist, übernahm den sicher nicht einfachen Job, hinter der Kamera für bewegte und geschossene Bilder zu sorgen, das tut sie auch dieses Jahr wieder. Habe mit Vera Nentwich zum Mittagessen an einem Tisch gesessen und mich sehr darüber gefreut, mit der Autorin und Vorsitzenden des Selfpublisher-Verbands selbst mit vollem Mund noch lebhaft diskutieren zu können („wann ist ein Verlag noch ein Verlag? Und ab wann nicht mehr?“) Immer wieder landete ich bei meiner Netzwerk- und Lektorats-Kollegin Cordula Natusch am VFLL-Stand, wir grinsten und schnackten viel …. Es stimmt in jedem Fall, was viele Teilnehmenden danach feststellten: Hier lässt sich total entspannt Kontakt knüpfen – zu allen Anwesenden. Und ungeheuer viel lernen: „Wie machst du das?“  ist eine der Fragen, die ständig über dieser Veranstaltung zu schweben scheint. Und in immer neuen Varianten – gern auch absolut individuell – beantwortet wird. Überhaupt: Vielfalt und Individualität, das sind für mich die beiden wundervollsten Dinge bei allem, was mit Selfpublishing zu tun hat.

Alle hier Genannten sind definitiv auch 2018 beim Selfpublishing-Day wieder dabei – nur ich leider nicht. Ich kann schlicht nicht. Was sehr schade ist. (Aber ich grüße euch. Alle, die ihr euch in Düsseldorf trefft. Und beneide euch ein bisschen …)

Ausblick auf Düsseldorf

Alexandra Brosowski hat auf der letzten Buchmesse in Frankfurt Lutz Kreutzer getroffen, der das „Klassentreffen“ in Düsseldorf zum zweiten Mal leiten wird – und ihm kurzerhand einige Fragen gestellt. Ergebnis: „Das geht ab zum Selfpublishing-Day 2018″, zu sehen hier.

Neben allen, die ich schon genannt habe, gibt es noch viele weitere, große Namen, die sich für 2018 angemeldet haben. Beispielsweise die mehr als erfolgreichen Selfpublishing-Autorinnen Poppy J. Anderson, Elke Bergsma, Elke Pistor und Catherine Shepherd, Pressereferentinnen und Literaturagent/innen, Buchblogger/innen und Lektoren … ach, bitte mal selber gucken! Ich bin sicher, es lohnt sich!


 

 

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