Sein exakter Titel lautet: „Professionelles Schreibcoaching: Konzept – Methoden – Praxis“. Und mein Exemplar riecht richtig gut … Kunststück: Es ist noch ganz neu. Trotzdem kann ich jetzt sofort darüber schreiben. Denn ich kenne es recht gut, schließlich ist es im Verlag Texthandwerk erschienen, ich habe es lektoriert. Aber ich bin in keiner Weise bestechlich – und versichere: Das Buch ist wirklich gut! Und das mit dem Geruch ist noch aus einem anderen Grund wichtig. Denn so sehr die Autorin auch Wert darauf legt, dass es bei Schreibcoaching vor allem um Professionalität geht, so wenig vergisst sie jemals, dass gutes Schreiben stets mit all unseren Sinnen zu tun hat. Immer wieder geht es ihr darum, das eigene Potenzial zu entfalten, Blockaden zu lösen, Spaß, Kreativität und Selbstvertrauen zu steigern. Natürlich richtet sich dieses Buch – wie der Titel schon sagt – an professionelle Schreibcoaches. Aber ich finde: Es kann auch jenen Menschen nützlich sein, die sich einfach nur informieren wollen: Was ist Schreibcoaching eigentlich? Wie und wobei kann es (mir) helfen? Und – nicht ganz unwichtig -: Wie finde ich einen Menschen, der wirklich gutes, zu mir und meinen Bedürfnissen passendes Schreibcoaching anbietet?

Anschaulich, praxisnah und aktuell

So ein Mensch ist Anke Fröchling mit Sicherheit. War sie es doch, die gerade mal drei Jahre nach der vermutlich ersten Erwähnung des Begriffs durch Daniel Perrin mit ihrem „innovativen Beratungskonzept“ 2002 dem Begriff Schreibcoaching deutschlandweit als eine der ersten Autorinnen nachhaltig Geltung verschaffte. „Danach kontaktierten mich ziemlich viele Journalistinnen und Journalisten ganz von allein. Sie wollten wissen, was es mit diesem Begriff auf sich hat“, erzählte sie mir vor einiger Zeit. Ihr erstes Buch über das Schreibcoaching war also durchaus ein Meilenstein. Doch 16 Jahre später brauchte es selbstverständlich eine Überarbeitung. Herausgekommen ist das Buch, von dem ich hier rede. Es ist in allen Punkten auf den neuesten Stand gebracht, sprich: inhaltlich komplett überarbeitet. Es bietet den größtmöglichen Praxisnutzen – das ist eines der erklärten Ziele von Fröchling. Darum hat sie viele neue Fallbeispiele und einen nagelneuen Werkzeugkoffer zusammengetragen, beschrieben und grafisch anschaulich werden lassen. Die Informationsdichte dieses Buches ist wirklich extrem hoch: Allein die Dokumentation der vielen Methoden und Instrumente von Schreibcoaching hat es in sich! Doch all das ist niemals trocken oder langweilig, dafür ist es viel zu anschaulich und spürbar aus der gelebten Praxis einer Frau beschrieben die ganz genau weiß, worüber sie schreibt. Sie geizt noch nicht einmal mit fast persönlichen Informationen – etwa, wenn es um die formalen und organisatorischen Rahmenbedingungen für Schreibcoaching geht. Da informiert sie über Kosten, Vertragsart und Arbeitsbündnisse ebenso wie über geeignete Orte und die Länge der Sitzungen.

Wir brauchen Qualitätsstandards für Schreibcoaching!

Es wird schon deutlich: Natürlich richtet sich dieses Buch in erster Linie an alle, die Schreibcoach sind oder werden wollen. Aber auch an potenzielle Klienten und Auftraggeber. Genau für diese Zielgruppe hat Anke Fröchling eine sehr klare Botschaft. Dazu zitiere ich mal aus dem Vorwort: „War ich damals [2002] eine Pionierin dieses Arbeitsbereichs, gibt es inzwischen viele Anbieter von Schreibcoaching und die Bezeichnung ist recht verbreitet. Das freut mich einerseits, da dies zeigt, dass Bedarf und Interesse groß sind. Andererseits stelle ich immer wieder fest, dass der Begriff Schreibcoaching auch für Dienstleistungen verwendet wird, die entweder gar kein Coaching sind, oder die dessen klar definierte Qualitätsstandards nicht erfüllen.“ Qualitätsstandards. Genau darum geht es: „Sie sorgen dafür, dass Schreibcoachs sich selbst wie ihre Arbeit ständig reflektieren und professionalisieren“, helfen dabei, dass unseriöse Angebote identifiziert und gemieden werden können. Und schützen auf diese Weise potenzielle Klienten und Auftraggeber.

Kurz: „Der Begriff Schreibcoaching steht für eine seriöse, professionell ausgeführte Dienstleistung. Das Ergebnis sind zufriedene bis begeisterte Klienten. Ich stehe unverändert dafür ein, ein Angebot nur dann Schreibcoaching zu nennen, wenn es sich an professionellem Führungskräfte-Coaching messen lassen kann,“ sagt Anke Fröchling.

Ich finde: Dem ist eigentlich nichts hinzufügen! Außer vielleicht: Dieses Buch ist nicht nur eine unglaublich tolle Material- und Methodensammlung, sondern bietet immer auch überraschende Einblicke. Etwa in den Arbeitsalltag von Menschen, die beruflich schreiben (müssen) wie auf die Hürden und Blockaden, die sich dabei entwickeln können. Oder man wandert mit Anke Fröchling von Hütte zu Hütte … Dann ist man schon mitten im umfangreichsten Kapitel dieses Buches, bei den „Methoden, Werkzeugen und Instrumenten für Schreibcoaching“. Und nicht nur da hat das Buch einen extrem hohen Praxisnutzen: Viele der Tabellen lassen sich kopiert sofort im eigenen Arbeitsalltag als Schreibcoach verwenden – oder für die jeweiligen Bedürfnisse anpassen.

Ein „unverzichtbarer Werkzeugkasten“ für Schreibcoaches!

Doch es macht natürlich auch sehr viel Sinn, sich vorher mit den Grundlagen von Schreibcoaching zu befassen, mit dessen Wurzeln, Anlässen, Zielen, Arbeitsfeldern und Zielgruppen … Und sicher nicht zuletzt mit allem, was die Qualifikation eines professionellen Schreibcoachs ausmacht: von Ausbildung bis Rollenverständnis, von didaktischen bis zu unternehmerischen Kenntnissen, von persönlichen Erfahrungen und Ressourcen bis zur Supervision, vom eigenen Menschen- und Weltbild bis zur Weiterentwicklung persönlicher Kompetenzen. Solche Betrachtungen finden sich in diesem Buch ebenso wie verschiedene Ansätze zur Frage nach der für echte Professionalität zweifellos notwendigen Qualitätssicherung und deren Erfolgskriterien. Im letzten Kapitel schließlich geht Fröchling auf alles ein, was die Dynamik zwischen Schreibcoach oder Auftraggeber stören könnte – wie überall auch da mit absoluter Klarheit, anschaulich gestalteten Tabellen und Beispielen.

Dieses Buch ist wirklich – wie es im Klappentext steht – ein „unverzichtbarer Kompass und Werkzeugkasten für Schreibcoaches, potenzielle Klienten und Auftraggeber!“ Das sage ich aus voller Überzeugung, denn ich hatte von Anfang an den größten Respekt vor Anke Fröchlings Leistungen als Schreibcoach. Für mich ist sie ein echtes Vorbild.

Service

Anke Fröchling erreichen Sie über deren Webseite hier.

Das Buch über die Autorenwelt als Taschenbuch bestellen: 29,60 Euro
Oder als Hardcover: 36,90 Euro

Anmerkung: Ich bestelle meine Bücher – so weit als möglich – immer über die Autorenwelt … Warum, das lesen Sie hier. Kurz gesagt: Weil Autorinnen und Autoren nur dort an meiner Bestellung mitverdienen können.


 

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