Manchmal gibt es ja Geschichten, die nur darum so wirkungsvoll beginnen können, weil sie völlig ungeplant entstehen … Dies hier ist so eine:

„Unser Schlachtruf: 1.000 Bücher für den guten Zweck  … und wenn es mehr werden, dann werden mehr Hospize mit finanzieller Unterstützung bedacht“ schrieb mir Petra Schaberger vom Q5-Verlag. Das erwähnte Buch ging aus einem äußerst gut nachgefragten Autorenwettbewerb hervor, thematisch geht es um Leben und Tod, um Trauer, Demenz und Verlust, doch „hin und wieder schimmert sogar Humor durch die Zeilen.“  60 Prozent des Bucherlöses kommen der Hospizarbeit zugute, mehr dazu hier: https://q5-verlag.de/ Ich habe das Projekt ein klein wenig verfolgt und weiß: Dahinter steckt enorm viel Arbeit, für das Buch wurde eigens ein Verlag gegründet, viele Menschen haben ehrenamtlich daran mitgearbeitet. Und werden es auch weiterhin tun.

Blick ins Buch? Hier

Ungeplante Verlagsgründung

Die ganze Geschichte begann harmlos: Schon seit längerem ruft die Quintessenz Manufaktur für Chroniken regelmäßig zu Autorenwettbewerben auf, schon lange sind die dort eingesandten Kurzgeschichten zu jeweils einem anderen Thema oft sehr gut. Doch dieses Mal war alles anders: Das Thema des Wettbewerbs lautete: „Du fehlst!“ Petra Schaberger war es wichtig, in den Geschichten die vielen möglichen Facetten von Trauer wieder zu finden: Unfall, Sterben, Leben, Verlust durch Suizid, Versöhnung am Sterbebett. Aber auch Geschichten über an Demenz erkrankte Familienmitglieder oder die Trauer beim Verlust der Persönlichkeit eines geliebten Menschen. Der „gute Zweck“ stand von Anfang an im Fokus: Die Grafikerin Barbara Nagel wollte dieses Buch unentgeltlich gestalten, der Erlös aus dem Buch-Verkauf sollte bei Sommerfesten und anderen Veranstaltungen die Hospizarbeit unterstützen. So viel stand fest. Nur: Das Team hatte nicht damit gerechnet, dass sich 730 Autorinnen und Autoren vom Thema und dem guten Zweck angesprochen fühlen, dass das Interesse so groß sein würde. Genau das aber war der Fall. Und darum gründeten die Betreiber der  Quintessenz Manufaktur für Chroniken, Petra Schaberger und Thomas Klinger, kurzerhand einen Verlag. So entstand der Q5-Verlag – eigentlich ganz ungeplant – nur um des Projekts willen.

Bucherlöse für Hospizarbeit: nachhaltig hilfreich

Da es so viele gute Geschichten gab, kristallisierte sich bald die Idee heraus, nicht nur – wie ursprünglich geplant – 20, sondern 50 Geschichten aus dem Wettbewerb ins Buch zu nehmen und eben dafür den Verlag zu gründen. Der möchte auch in Zukunft mit jedem neuen Buchprojekt – ob Hörbuch, Theaterprojekt oder  Fotobuch –  kreative Menschen zusammenbringen, die ihren Gewinn in einem sozialen Projekt sehen, das nachhaltig wirkt. So soll ein WIR entstehen. Zum Beispiel durch die Vernetzung von Autor/innen untereinander, die regional gemeinsam Lesungen oder Veranstaltungen zum Thema auf die Beine stellen wollen. Q5 möchte auch in Zukunft solche Initiativen unterstützen – zum Beispiel mit personalisierbaren PR-Texten, druckreifen Plakaten, Postkarten und mehr.

Im Moment steht und fällt die Unterstützung der Hospizarbeit ganz einfach mit dem Erfolg des Buchverkaufs. Also: Wer kauft, hilft. Denn, wie gesagt: 60 Prozent des Erlöses gehen an die Hospizarbeit.

Von Anfang an viel Engagement

Die ganze Geschichte – die ich wirklich sehr schön finde – hätte sicher nicht diesen Verlauf genommen, wenn es da nicht schon im Vorfeld ziemlich viel Engagement gegeben hätte: Im Mai 2017 hatte Petra Schaberger die Hamburger Autorin und Trauerbegleiterin Ayse Bosse kennengelernt. – nicht zufällig auf der Messe „Leben und Tod“. Ayse Bosse hielt dort einen Vortrag über ihr Kinderbuch und beide Frauen beschlossen spontan, einen Kurzgeschichtenwettbewerb zum Thema auf dem Blog Q5 von Quintessenz durchzuführen. Ayse Bosse stellte den Titel ihres erfolgreichen Kinderbuchs „Weil du mir so fehlst“ als Wettbewerbsmotto zur Verfügung. Unterstützung für den Schreibwettbewerb kam von Anfang an auch von Christa Lübken, Trauerbegleiterin aus Wittmund, sowie vom Carlsen Verlag, der ein Preisgeld in Höhe von 400,- Euro für die Publikumsgewinnerin stiftete.

Und wenn das alles jetzt so weitergeht, mit guten Geschichten, hilfreichem Engagement und gemeinsamer Arbeit, dann kann ich nur sagen: Diese Aktion hat bereits jetzt schon sehr viele Gewinner/innen! Glückwunsch!


 

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